Flugzeuge mieten oder kaufen?

Im Kleinflugzeugbereich und bei Hubschraubern gibt es zwei Nutzungs-Modelle, die am häufigsten gebraucht werden: Entweder man kauft sich ein eigenes Flugzeug oder Hubschrauber, oder man mietet diese. Eine dritte Methode sind Haltergemeinschaften.

Die Vermietung und das Leasen von Flugzeugen ist heute normales Geschäft. Viele kleinere Fluglinien können sich die Anschaffung eines Airbus oder einer großen Boeing nicht leisten: Sie leasen Maschinen und bezahlen dafür jährliche Raten.

Im Direktgeschäft ist das ebenfalls der Fall: Ein Privatjet wird zum Beispiel von einer Firma gekauft und dann an eine andere im Rahmen eines Leasings vergeben. Diese wiederum vermietet den Jet dann an Privatkunden. Das kann pro Flug sein oder aber an eine Firma, die dieses Flugzeug auf bestimmte Zeit für ihre Vorstandsmitglieder nutzen möchte.

Flugzeuge direkt am Flughafen mieten

Ein Großteil der Flughäfen erwirtschaftet heute Einnahmen direkt oder indirekt aus dem Geschäft mit Vermietungen. Zum einen kommen Einnahmen aus Standgebühren, was gerade bei Kleinflugzeugen und kleineren Maschinen der Fall ist. Zum anderen mieten die Vermietungsfirmen Büro- und Wartungsflächen am Flughafen.

Bei Haltergemeinschaften kaufen mehrere Privatpersonen ein Flugzeug oder einen Hubschrauber und nutzen diesen dann gemeinsam. Das können Unternehmen sein, die sich die Kosten teilen wollen, oder Vereine, die ein Kleinflugzeug für die Ausbildung anschaffen wollen.

Flughäfen, auf denen Segelflieger, einmotorige Flugzeuge und Ultraleichtflugzeuge sowie Hubschrauber starten und landen, werden sehr häufig von Vereinen betrieben. Diese finanzieren sich über Spenden und Start- und Landegebühren der Mitglieder und Nutzer. Sie bieten Flugschein-Kurse an und vermieten die eigenen Fluggeräte.

An regionalen Flughäfen können ebenfalls kleinere Maschinen mit und ohne Pilot gemietet werden. Wer bereits einen Flugschein hat, kann sich zum Beispiel für einen Rundflug eine kleine Cessna mieten.

Besitzt ein Verein den Flughafen, wird man entweder um eine Mitgliedschaft gebeten und kann dann die Gebühren erlassen bekommen oder muss pro Flugstunde bezahlen.

Der Verein Hanseatischer Fliegerfreunde zum Beispiel besitzt eigene Fluggeräte für seine Mitglieder and bildet darauf Piloten für den Sichtflug aus. Außerdem können über ein modernes Buchungssystem die beiden Flugzeuge des Vereins gemietet werden.